Nähen

Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum….

Nein, ich hab mich nicht in der Jahreszeit geirrt! Das Thema war grad ganz aktuell bei uns, weil die kleine Püppi dieses Jahr als Christbaum im Fasching verkleidet war….

Aber dazu muss ich kurz ausholen. Ich bin draufgekommen, ich lerne wohl nicht aus meinen Fehlern. Hatte ich mich letztes Jahr noch beklagt, wie d*** ich eigentlich war, die Kinder einfach so zu fragen, wie sie sich im Fasching verkleiden möchten. Natürlich kommen da die aberwitzigsten, schwer umsetzbaren, Ideen. Für heuer hatte ich mir vorgenommen, gleich im Vorfeld eine etwas eingeschränkte Auswahl anzubieten – immerhin haben wir eine Kiste voller Verkleidungen.

Tja, das war der Plan. Die Realität sah allerdings etwas anders aus. Heuer lies ich mir über die Schultern schauen, als ich auf Pinterest Faschingskostüme schmökerte…?!? 😱

Was soll ich jetzt noch sagen. Natürlich waren demzufolge die Wünsche nicht „Prinzessin“ oder „Schmetterling“, was wir zu Hauf zu Hause haben, sondern dieses Jahr sollte es „Christbaum“ 🌲 und „Popcorntüte“ 🍿 sein. Und das waren noch die halbwegs umsetzbarsten Ideen!

Naja, an sich nähe ich Faschingskostüme ja sehr gerne. Zumindest zu Beginn. Je länger das dann dauert, umso mehr zweifle ich an mir, weil angezogen wird das Kostüm bei uns tatsächlich dann bloß einmal, nämlich am Faschingsdienstag in der Schule. Wenn dann auch noch das Kind krank wird, zieht es im schlimmsten Fall das Kostüm gar nicht an, oder wie bei uns heuer nur 2 Stunden…

Mit den Popcorn war ich schon fast fertig (ich hatte diese zu Beginn aus Baumwollvlies gemacht), als mich mein Vater fragte, ob diese hoffentlich nicht leicht entzündbar wären? Ich wies ihn darauf hin, dass in der Schule kein offenes Feuer und keine Kerzen erlaubt sind. Ganz ließ mich der Gedanke aber nicht los, und ich machte einen Test. Ich schnappte mir ein Popcorn, hielt es übers Waschbecken und versuchte, es anzuzünden. Was dann passierte, veranlasste mich, das Kostüm neu zu überdenken beziehungsweise das Material, aus dem die Popcorn gemacht waren, dafür zu verwerfen…. Das Popcorn ging in einer Stichflamme auf und brannte in Sekundenschnelle ab 😱

Mit gutem Gewissen konnte ich dies dann meinem Kind nicht mehr anziehen. Also machte ich mich auf die Suche nach Ersatzmaterial in meinem Stoffkeller. Ich hatte noch weißen Tüll zu Hause, aus dem ich dann neue Popcorn machte. Damit diese etwas voluminöser wurden, habe ich sie mit Polsterfüllmaterial gestopft. Die neuen Popcorn sahen zwar nicht mehr so richtig popcornmäßig aus, aber Sicherheit geht vor! Auch mit dem neuen Material machte ich den Brenntest, und stellte fest, mit Feuer schmilzt das Zeug nur, geht aber nicht in Flammen auf.

Beim Kostüm der Kleinen sparte ich im unteren Rückenbereich mit der Verzierung, damit sich die Dame im Kleid auch hinsetzen kann. 😄

Bei allem Aufwand: die Kinder hatten eine Riesenfreude, und das ist es doch, worauf es ankommt, oder?

Viel Liebes

von Frau Clau

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Allgemein, Nähen

DIY for dogs

Unser neues Hundilein bleibt von meinem Do-it-yourself-Wahnsinn auch nicht verschont. Nach einem Mäntelchen (vorerst nur aus Probestoff und „huschpfusch“) und einem selbst genähten Halsband hab ich mich nun an einem Paracord Halsband versucht.

Paracaord knüpfen ist ein für mich neuer Bereich, macht aber riesig Spaß! Ich hab gleich nach Fertigstellung des Halsbandes 30m Paracord bestellt, um eine Leine mit passendem Halsband knüpfen zu können 😄

Vielleicht find ich ja auch noch das eine oder andere Bild vom Manterl oder vom genähten Halsband.

Alles Liebe von jetzt auch

„Frauchen“ Frau Clau

Rund ums Essen

Backe backe….

….. Faschingskrapfen!

Schon lange hatte ich vor, einmal Faschingskrapfen selbst zu backen. Also: Freundin um Rezept gefragt, alles eingekauft, losgelegt!

Gebacken habe ich die Krapfen nach dem Rezept aus dem Buch „Back mit Christina“, welches ich von einer Freundin wärmstens ans Herz gelegt bekam. Sie meint, ihre Rezepte sind gelingsicher. Das Krapfen Rezept ist einfach und verständlich, es dauert einfach nur etwas, weil der Teig mehrere Male rasten muss.

Das Um und Auf beim Krapfenbacken ist die Temperatur des Fetts. Ich dachte ja, ich bin besonders schlau, weil wir einen Kerntemperaturmesser für Fleischgerichte haben. Allerdings geht dieser nur bis 130 °C, und das Fett muss idealerweise 160 °C haben. Als das Fett zu rauchen begann, war mir klar, es ist zu heiß, weil Sonnenblumenöl einen Rauchwert von 200 °C hat. Also, wieder etwas runterkühlen. Zu kalt soll es aber auch wieder nicht werden, es soll nicht unter 150 °C abfallen. Hier wirklich 160° C zu erreichen, ist wohl eine Meisterleistung!

Wenn man dies jetzt mal außer Acht lässt, finde ich, sind uns unsere ersten Faschingskrapfen wirklich sehr gut gelungen. Die erste Partie haben wir gleich mal in den Kübel gekippt, weil das Fett tatsächlich zu heiß war 😬 Der zweite und dritte Schwung wurde wirklich ansehnlich und vor allem lecker, sehr sehr lecker!

Fakt ist: das bleiben nicht unsere letzten selbstgebackenen Faschingskrapfen, Fakt ist aber auch, nur mehr mit Temperaturmesser für die perfekte Öltemperatur!

Allen, die das auch probieren möchten, kann ich es nur empfehlen, sich drüber zu trauen! Lecker sind die Krapfen allemal!

Alles Liebe

Frau Clau